| Ein uneigennütziger
Geburtstagswunsch
reift zur überregionalen Spendenaktion


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Vorwort
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Freunde der Denkmalpflege,
wie schon diversen Presseberichten zu entnehmen war, können wir nach
etwa 2 1/2 Jahren Organisationsarbeit schließlich doch auf eine
sehr erfolgreiche Aktion zurückblicken.
Ein Großteil aller angefallenen Kosten z.B. für die Instandsetzung
des Kapellendaches, die wiederholte Rodung des üppigen Strauchwuchses
rund um die Kapelle, die Aufstellung neuer Sitzbänke auf dem Vorplatz,
die Innen- und Außenrenovierungsarbeiten und die Außenbeleuchtung
der Kapelle sowie des Friedenskreuzes auf dem Haarberg wurden von kommunalen,
öffentlich-rechtlichen Trägern mit Unterstützung diverser
Handwerksunter-nehmen finanziert.
Unser Dank gilt daher zunächst dem ehemaligen Haarener Bezirksstellenleiter,
Herrn Heinz Lindgens, seinem Amtsnachfolger, Herrn Hüllenkremer,
sowie dem Bezirksvorsteher und Ratsherrn, Herrn Ferdinand Corsten, für
die partnerschaftliche Zusammenarbeit, ihre Unter-stützung in allen
Behördenfragen und nicht zuletzt für ihren persönlichen
Einsatz zur Verwirklichung unserer Ziele.
Der Friedenskapelle, ein ortstypisches Bauwerk unseres Stadtteils HAAREN
nach mehr als 30 Jahren „Dornröschenschlaf“, konnten
wir durch diese Initiative endlich wieder zu einer wohlverdienten „Schönheitskur“
verhelfen. Es freut uns daher umso mehr, wenn die für dieses Projekt
verwendeten Spendengelder und die gesponserten Renovierungsarbeiten schließlich
zur Freude aller Bürger und Besucher des Naherholungsgebietes Haarberg
beigetragen haben. |
Werdegang
APRIL 2000
- Am 15.04.00 feierte Fred Bially seinen 60. Geburtstag. Sein
bereits in den Einladungsschreiben geäußerter Wunsch „Verzicht
auf übliche Geschenke und Blumengebinde; statt dessen Bitte um
Spende zur Innen-Renovierung der Haarener Friedenskapelle in Eigen-Regie“
stieß auf ein breites Echo.
- Ca. 130 geladene Geburtstagsgäste unterstützten diesen
Wunsch und spendeten an diesem geselligen Abend spontan insgesamt DM
3.720,00 - ein beachtliches Start-kapital zur geplanten Verbesserung
und Verschönerung der Friedenskapelle mit Unterstützung der
beiden Mit-Initiatoren, Manfred Walter und Klaus Faymonville.
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MAI 2000
- Die 3 Initiatoren dieser Spendenaktion erkannten ein öffentliches
Interesse an der Renovierung der Friedenskapelle, die seit 1969 ohne
nennenswerte Wartungs- und Reparaturarbeiten durch die/den Eigentümer
dieses Stiftungsprojektes und nicht zuletzt das Umfeld der Kapelle betreffend
durch den überdimensionalen Strauch-wuchs nicht nur den Blicken
unserer Haarener Bürgerinnen und Bürger in zuneh-menden Maße
verborgen blieb.
- Mit einer Anzeige in „NEUE WOCHE / Aachener Stadtkurier“
wurde die Aktion FRIEDENS-KAPELLE HAAREN offiziell ins Leben gerufen
mit Informationen zur Ursprungsidee, zu den Zielsetzungen und verbunden
mit der Bitte um finanzielle Unterstützung der Bevölkerung
sowie weitere Spendeneinzahlungen auf das inzwischen bei der Volksbank
Würselen eröffnete Sonderkonto.
JUNI 2000
Kontaktaufnahme und Gespräche mit dem Haarener Bezirksvorsteher,
Herrn Ferdinand Corsten, im Haarener Bürgerzentrum. Vorstellung unserer
Aktion, Klärung der Zuständig-keiten aus bestehendem Stiftungsvertrag
als Basis für unsere künftige Zusammenarbeit.
JULI 2000
- Öffentliche Filmvorführung in der Gaststätte
VIERJAHRESZEITEN:
- Amateurfilm über den Zustand der Haarener Friedenskapelle und
deren Umfeld
- Erinnerungen und Schnappschüsse an / während der o.g. Geburtstagsparty
vom 15.04.00
- Mit freundlicher Unterstützung des Haarener Bezirksamtsleiters,
Herrn Heinz Lindgens, wurde eine Wegbereinigung im Umfeld der Kapelle
unter Leitung des zuständigen Regional-Leiters, Herrn Michael Ludwigs,
veranlasst.
- An einem regnerischen Sonntag Begehung der Kapelle (Innenraum).
F. Bially u. M. Walter stellten Wasserlachen auf Fußboden und
Bänken durch Undichtigkeiten des Daches fest. Ein befreundeter
Dachdeckermeister begutachtete wenige Tage später das reparaturbedürftige
Kapellendach und unterbreitete spontan ein schriftliches Angebot zur
Wiederherstellung des Kapellendaches.
- Innenrenovierung muss wegen vorrangiger Dachreparatur bis auf
weiteres zurückgestellt werden.
AUGUST 2000
- Gespräche mit dem Haarener Bezirksamtsleiter, H. Lindgens,
u. dem Bezirksvor-steher,
F. Corsten:
- Die Stadt Aachen als Eigentümerin der Kapelle wird auf Instandsetzung
des Daches angesprochen.
- Rodung des Strauchwuchses rund um die Kapelle als Sofortmaßnahme.
- Ziele der Aktion Friedenskapelle über die optischen Verbesse-rungen
hinaus, nicht zuletzt in Absprache mit der Pfarre Sankt
Germanus
- Herr Lindgens und Herr Corsten sagten Unterstützung unserer
Aktivitäten in jeder Hinsicht, finanzieller und
logistischer Art, zu, insbesondere im Hinblick auf die unbedingt vorweg
durchzuführenden Dachreparaturen (Bewilligung
durch die Stadt Aachen, Gebäudemanagement).
Inzwischen konnte der Kreis der Initiatoren um einen „Mitarbeiter“
erweitert werden.
(Erhard Rößler, Wirt der Gaststätte Vierjahreszeiten)
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- Erneute Anzeige in „NEUE WOCHE / Aachener Stadtkurier“
mit wiederholter Bitte um Geldspenden zur Finanzierung der entgegen
aller Erwartungen doch recht kost-spieligen Innenrenovierungsarbeiten
und Erneuerung der Raumbeleuchtung. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir
bereits Geldspenden - von Freunden und Gönnern, von Haarener Bürgern,
Geschäftsleuten und Ansprechpartnern aus fast allen Bereichen der
Wirtschaft, Banken und Versicherungsgesellschaften - in Höhe von
DM 6.890,00 auf dem Sonderkonto der Aktion Friedenskapelle verbuchen.
SEPTEMBER 2000
- Gespräche mit Vertretern der Pfarre St. Martin, Eheleute
Bonten, die in enger Zusammenarbeit mit den Pfarren St. Germanus, Haaren,
und St. Hubertus, Verlautenheide, religiöse Veranstaltungen, Jugendarbeit,
Kommunions- und Firmunterricht organisieren und durchführen.
- Im Hinblick auf die künftige Nutzung der Friedenskapelle wurde
ein Katalog von Veranstaltungsvorschlägen erarbeitet, die den zuständigen
Pfarrleitern bzw. dem Haarener Pfarrgemeinderat zur Prüfung der
Durchführbarkeit, nicht zuletzt aber auch dem Gebäudemanagement
der Stadt Aachen als Beweggründe zur kurzfristigen Freigabe der
Gelder zur Reparatur des Kapellendaches, vorgelegt wurden.
- Desweiteren konnten wir erreichen, die Aktion Friedenskapelle Haaren,
verbunden mit dem Spendenaufruf, in den Pfarrbriefen St. Germanus, St.
Martin und St. Huber-tus zu veröffentlichen.
- Zu diesem Zeitpunkt erreichte uns von einem 84-jährigen Aachener
Spender ein Schreiben mit folgendem Inhalt:
„Sehr geehrte Herren von der Aktion Friedenskapelle Haaren,
ich bin in den 60er Jahren ein fleißiger Besucher Ihrer Kapelle
gewesen. Ende 1970 wurde ich Rentner, Radfahren meine Devise und als
Ziel erklomm ich oft den Haarberg. 1-2 mal wöchentlich war die
Kapelle mein Ziel. Ich kam aus der Rudolfstraße und fuhr dann
Richtung Haaren nach Verlautenheide – zur Kapelle. Manchmal nahm
ich auch eine andere Route. Hinter Haaren bog ich links ein, an weidenden
Rindern vorbei, und da entdeckte ich diese Treppe, die zur Kapelle führte.
Ich schulterte mein Fahrrad und dann los. Oben angekommen, schwor ich
mir, das nicht wieder zu tun, denn es war wirklich sehr anstrengend.
Eines Tages musste ich die traurige Feststellung machen, dass ein Raudi
die schönen bunten Scheiben der Kapelle als Zielscheiben benutzt
hatte. Ich war sehr empört. Nun hatte ich einen Spalt in einem
Scheibchen entdeckt, wo ich eine Münze hindurchzwingen konnte.
Diese fiel dann innen auf den Boden und ich dachte mir, die wird schon
jemand finden.
Schließlich wurde ich doch erwischt. Die Dame, die in der Kapelle
für Schmuck und Sauberkeit sorgte, hörte, wie von innen eine
Münze zu Boden fiel, und sagte dann zu mir:
Sind Sie der komische Spender ? So hatte das zerstörte Scheibchen
doch noch seinen Zweck.
Anfang 1992 erlitt ich einen Schlaganfall und sitze seit der Zeit im
Rollstuhl. Ich bin linksseitig gelähmt, aber im Vollbesitz meiner
geistigen Kräfte. Ich habe schon einmal gespendet, jedoch hat mein
Schwiegersohn seinen Namen als Absender gewählt. Er hat sich dabei
aber nichts gedacht. Seine Frau (meine Tochter) brachte mir Ihre Danksagung.
Ich spende daher gerne noch einmal.
Mit freundlichem Gruß“
Daraufhin haben F. Bially und M. Walter diesen alten, kranken Mann zu
Hause besucht und uns im Namen der Initiatoren mit einem kleinen Erinnerungs-geschenk
(ein von Herrn Kurt Bonten / Pfarre St. Martin handgemaltes Bild der Haarener
Friedenskapelle) für den lieben Brief und die Aufmerksamkeiten bedankt.
Nur wenige Wochen nach diesem Krankenbesuch verstarb der Verfasser des
obigen Schreibens an den Folgen seiner schweren Krankheit.
OKTOBER 2000
- Gespräche mit dem Haarener Bezirksvorsteher Ferdinand
Corsten, dem Bezirksamtsleiter Heinz Lindgens, den Ehel. Bonten als
Vertreter der Pfarre St. Martin sowie Vertretern des Pfarrgemeinderates
bzw. Kirchenvorstandes, Herrn Zohren und Frau Häuser sowie Herrn
Kurt Kommer als Anbieter zur Erneuerung der defekten Kapellen-Pforte.
- Die erarbeiteten Vorschläge zur künftigen Nutzung
der Kapelle wurden von Frau Häuser und Herrn Zohren z.T. als „bedingt
umsetzbar“ eingeschätzt (Kapelle soll in erster Linie ein
Gotteshaus bleiben, keine Veranstaltungen mit Vergnügungscharak-ter,
Kindtaufen nicht erwünscht, Priestereinsatz aus Personal- u. Zeitmangel
be-grenzt, keine offizielle Freigabe der Zufahrtswege für PKWs).
- Die Initiatoren sollten zu einer der nächsten Pfarrgemeinderatssitzungen
zur konkreten Vorstellung und formalen Genehmigung der Renovierungsarbeiten,
Anbringung von Schau- und Info-Kästen etc. eingeladen werden.
- Bezirksstellenleiter Lindgens gibt die genehmigte Kostenübernahme
durch die Stadt Aachen in Bezug auf die dringend erforderliche Dachreparatur
bekannt. Weiterleitung des uns vorliegenden Angebotes der Fa. Schröder-Bedachungen,
Aachen, an das Gebäudemanagement der Stadt Aachen. Erst nach Instandsetzung
des Daches kann Zug um Zug mit den Renovierungsarbeiten begonnen werden.
- Darüber hinaus verwies Herr Lindgens auf den Beschluß
einer Weg-Kennzeichnung (Beschilderung Friedenskapelle, Kreuz), voraussichtlich
im Frühjahr 2001.
- Parallel bietet Herr Kurt Kommer, Schmiedemeister u. Geschäftsführer
der Fa. VDD Metallbau & Design, Alsdorf, die ebenfalls erforderliche
Erneuerung der Kapellen-Türanlage zu Vorzugskonditionen an, erläuterte
seine Angebotsinhalte im Detail. Seine Vorschläge fanden bei allen
Beteiligten grundsätzliches Interesse, wobei auch hier die Frage
der Kostenübernahme und Beauftragung durch die Stadt Aachen noch
zu klären ist.
- Herr Lindgens stellte schließlich die Zielsetzung in
den Raum, die Friedenskapelle bis Mai/Juni 2001 fertigzustellen und
in Absprache mit den Pfarr-Vertretern im Rahmen der Fronleichnamsfeier
(Prozession) einzuweihen!
- Im Pfarrbrief St. Germanus, Ausgabe Oktober/November 2000, erschien
unser Bericht zur Aktion Friedenskapelle Haaren unter dem Motto: „Eine
private Initiative stellt sich vor“.
NOVEMBER 2000
DEZEMBER 2000
- Schriftliche Weihnachts- und Neujahrsgrüße an alle
Sponsoren und unterstützenden Ansprechpartner lösen weitere
Spendeneingänge auf unserem Sonderkonto bei der Volksbank Würselen
aus.
JANUAR 2001
- Die Handwerkseinrichtungen (BGE), Berufskollege für Gestaltung
und Technik, AC-Haaren, zeigte Interesse an der Durchführung der
Malerarbeiten im Innen- und Außenbereich der Kapelle. Leitende
Herren dieser berufsschulischen Einrichtung sind auf unsere Aktion aufmerksam
geworden und an uns herangetreten mit dem Angebot, im Rahmen eines geförderten
Aus- Fortbildungsprojektes die Innenreno-vierung der Kapelle sowie einen
neuen Außenanstrich zu übernehmen und von gewerblichen Auszubildenden
unter fachkundiger Leitung ausführen zu lassen. Lohn- und Materialkosten
werden im Rahmen des Förderungsprojektes von der öffent-lichen
Hand getragen, so dass unsere Spendengelder für andere, dringend
not-wendige Reparaturen bzw. Erneuerungen in und an der Friedenskapelle
verwendet werden könnten. Eine neue Perspektive, die wir mit großem
Interesse aufgenommen haben.
FEBRUAR 2001
- Bei einem Ortstermin in der Friedenskapelle mit den verantwortlichen
Ansprech-partnern wurden nochmals alle Details besprochen.
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MÄRZ 2001
- Herr Helmut Ahn der Handwerkseinrichtungen (BGE), Aachen, stellt
Vertretern der Kirchengemeinde, des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes
Haaren seine Farbvorschläge zur Renovierung der Kapelle vor, die
von allen Anwesenden mit Begeisterung aufgenommen und genehmigt wurden.
- Beginn der Malerarbeiten im Innenraum der Kapelle und Fertigstellung
bis zu den Osterfeiertagen durch Ausbildungsteilnehmer der BGE unter
fachkundiger Leitung von Herrn Helmut Ahn und Herrn Wetzels.
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MAI 2001
Offizielle Einweihungsfeier der renovierten Friedenskapelle Haaren auf
dem Haarberg am 19.05.01.
Zu diesem Zeitpunkt steht ein Spenden-Guthaben von ca. 11.300,00 DM zur
Verfügung, das wir neben den inzwischen gesponserten Sach- und Materialleistungen
für alle noch anfallen-den Kosten im Rahmen der der Verschönerung
und Verbesserung unserer Friedenskapelle einsetzen werden. |
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In den Folgemonaten
konnte unser Haarener Bezirksvorsteher, Herr Ferdinand Corsten, mit großzügiger
Unter-stützung der Aachener STAWAG, hier insbesondere durch den Vorstand,
Herrn D. Stolte, erreichen, im Kapellenturm sowie am benachbarten Friedenskreuz
Abend-/Nachtbeleuch-tungen zu installieren, die jedoch im Laufe des Jahres
neben anderen Erneuerungsprojekten noch erweitert bzw. die Ausleuchtung
der Kapelle betreffend verändert werden.
Leider verunglückte Herr Corsten während eines Rodelurlaubs
im Dezember letzten Jahres und zog sich hierbei erhebliche Bruchverletzungen
zu, die einen langen Genesungsprozess befürchten lassen. Zwangsläufig
verschieben sich Zeitfenster für geplante Teilprojekte, die in erster
Linie durch Initiativen von Herrn Corsten realisiert werden können.
Wir wünschen Herrn Corsten an dieser Stelle gute Besserung und hoffen,
dass er seinen Bürgern, Amtskollegen und uns recht bald wieder im
Vollbesitz seiner körperlichen Kräfte zur Verfügung stehen
kann.
Zur Fertigstellung bis Ende 2002 / Frühjahr
2003
sind jedenfalls weitere Teilprojekte zur Verbesserung und Verschönerung
unserer Friedens-kapelle in Vorbereitung. Unser Spendenkonto weist derzeit
ein Guthaben von ca. € 6.200,00 aus. Leider reicht diese Kapitaldecke
für die dringend erforderlichen, größeren Bau- und Re-paraturobjekte
jedoch nicht aus. Durch weitere Spendenaufrufe, den Verkauf von Schlüssel-anhängern
und nicht zuletzt durch die Veranstaltung unseres Grillfestes am 08. Juni
2002, dessen Reinerlös selbstverständlich dem Spendenkonto zufließen
wird, bemühen wir uns, die Gelder z.B. zur Finanzierung eines neuen
Kapellen-Portals (ca. € 16.000,00) oder einer neuen Heizungsanlage
(ca. € 12.000,00) einzubringen.
Vorentscheidungen und Planungen zur Fertigstellung bis Ende 2003
Im Hinblick auf die Finanzierungsmöglichkeiten der geplanten, größeren
Projekte, mussten wir schließlich doch Prioritäten setzen.
Anstelle der kostspieligen Erneuerung der Heizungsanlage haben wir uns
deshalb entschieden, einen weitaus geringeren Spendenanteil für die
Installation mehrerer, neuer Wand-Heizstrahler einzusetzen, die im Dezember
2002 zu Beginn der Weihnachtszeit betriebsbereit waren und genutzt werden
konnten. Ferner haben wir zum gleichen Zeitpunkt die Kapellen-Sitz- und
Kniebänke neu beziehen lassen, um den Besuchern etwas mehr Bequemlichkeit
zu bieten.
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| Die schon mehrfach mit Vertretern der kommunalpolitischen
Bühne diskutierte und geplante Erneuerung des Kapellenportals und der
damit verbundene Kostenfaktor führten schließlich wegen „leerer
Kassen“ und Sperrungen des öffentlichen Haushaltes ins Ungewisse.
An dieser kommunalen Finanzmisere (übrigens generell auf Bund, Länder
und Gemeinden bezogen) hat sich bis dato nichts geändert.
Sponsoren aus dem kommunalbehördlichen / -politischen Lager unterstützten
schließlich ein alternatives Installationsprojekt, das uns im Mai
2003 durch den Bezirkstellenleiter, Herrn Hüllenkremer, vorgestellt
wurde. Demnach sollte hinter der Portalfassade, also im Innern der Kapelle,
zusätzlich eine verschließbare Panzerglas-Schiebetür-Anlage
angefertigt und montiert werden. Kostenplan: ca. € 11.000,00 zzgl.
MWSt.
Diese Neukonstruktion würde nach unserer Auffassung den weiteren
Zerfall des ohnehin maroden Kapellenportals jedoch keinesfalls aufhalten.
Unser Bestreben hingegen ist es, die vorhandene Portalkonstruktion ohne
Veränderung der Architektur fachmännisch reparieren und restaurieren
zu lassen, incl. Erneuerung von ca. 50 Glasscheibeneinsätzen. Die
Kosten hierfür würden sich dann lediglich auf etwa € 6.800,00
zzgl. MWSt belaufen, die wir aus unserem Spendenfonds bereitstellen könnten. |
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| Zuletzt mit Schreiben vom 23.09.03 haben
wir Herrn Corsten und Herrn Hüllenkremer angeschrieben, verbunden
mit der Bitte um abschließendes Gespräch, da wir die Reparaturarbeiten
wie oben dargelegt kurzfristig in Auftrag geben und bis zum Wintereinbruch
fertig stellen lassen möchten.
Das Gebäudemanagement der Stadt Aachen lehnt Reparaturarbeiten -
wie unsererseits offeriert - aus bautechnischen Gründen jedoch ab
und bevorzugt eine Reparatur des Portals durch ein auf Kirchenglasbau
spezialisiertes Unternehmen. Diese Reparaturkosten würden dann unser
Budget erheblich übersteigen. Bis dato konnten die Verantwortlichen,
Bezirks- und Kommunalpolitiker zu diesem bereits seit Juni 2003 schwebenden
Teilprojekt - nicht zuletzt auch wegen der immer noch angespannten Haushaltslage
- keine Entscheidung für alternative Lösungen herbeiführen.
Mitte September haben wir die von Herrn Prof. Dr. Heusch gestiftete Christusbüste
auf einen Eichesockel an der rechten Kapellenwand (Nähe Bundverglasung
und Altar) diebstahlsicher montieren lassen. (siehe Foto) |
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Aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen
mussten wir zu Beginn des Jahres 2004 zwangsläufig zu der Erkenntnis
kommen, dass wir dieses überregional gewachsene Spendenprojekt leider
kaum noch mit dem erforderlichen, bislang auch praktizierten Zeit- und
Logistikaufwand bewältigen und verwalten konnten. Andererseits haben
wir in mehr als 4 Jahren soviel Engagement und persönlichen Einsatz
in dieses erfolgreiche Projekt investiert, von dem wir uns keinesfalls
in einer „ad-hoc-Aktion“ verabschieden wollten.
In Gesprächen mit Vertretern des Kirchenvorstandes der Pfarrgemeinde
St. Germanus fanden wir schließlich einen Partner, der unter vereinbarten
und schriftlich fixierten Übernahmebedingungen das Spendenprojekt
FRIEDENSKAPELLE HAAREN in unserem wie im Sinne unserer Sponsoren und Spender
mit Wirkung vom 01.06.04 weiterführen wird, wobei die bereitgestellten
Spendengelder (zum 01.06.04 immerhin € 11.900,00) ausschließlich
für die Renovierung des Kapellen-Innenraumes bzw. für die Neuanschaffung
sakraler Gegenstände und Einrichtungen Verwendung finden werden.
An dieser Stelle allen unseren Sponsoren, Gönnern, Freunden und
Ansprechpartnern, die uns ihr Vertrauen entgegengebracht, unser Spenden-Projekt
FRIEDENSKAPELLE HAAREN in individueller und lobenswerter Art und Weise
unterstützt haben und hoffentlich auch weiterhin unterstützen
werden, unseren aufrichtigen Dank.
Die Initiatoren der
Aktion FRIEDENSKAPELLE HAAREN
Aachen, den 31. Mai 2004 |