Ein uneigennütziger

Geburtstagswunsch

reift zur überregionalen Spendenaktion

Vorwort


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Freunde der Denkmalpflege,


wie schon diversen Presseberichten zu entnehmen war, können wir nach etwa 2 1/2 Jahren Organisationsarbeit schließlich doch auf eine sehr erfolgreiche Aktion zurückblicken.

Ein Großteil aller angefallenen Kosten z.B. für die Instandsetzung des Kapellendaches, die wiederholte Rodung des üppigen Strauchwuchses rund um die Kapelle, die Aufstellung neuer Sitzbänke auf dem Vorplatz, die Innen- und Außenrenovierungsarbeiten und die Außenbeleuchtung der Kapelle sowie des Friedenskreuzes auf dem Haarberg wurden von kommunalen, öffentlich-rechtlichen Trägern mit Unterstützung diverser Handwerksunter-nehmen finanziert.

Unser Dank gilt daher zunächst dem ehemaligen Haarener Bezirksstellenleiter, Herrn Heinz Lindgens, seinem Amtsnachfolger, Herrn Hüllenkremer, sowie dem Bezirksvorsteher und Ratsherrn, Herrn Ferdinand Corsten, für die partnerschaftliche Zusammenarbeit, ihre Unter-stützung in allen Behördenfragen und nicht zuletzt für ihren persönlichen Einsatz zur Verwirklichung unserer Ziele.

Der Friedenskapelle, ein ortstypisches Bauwerk unseres Stadtteils HAAREN nach mehr als 30 Jahren „Dornröschenschlaf“, konnten wir durch diese Initiative endlich wieder zu einer wohlverdienten „Schönheitskur“ verhelfen. Es freut uns daher umso mehr, wenn die für dieses Projekt verwendeten Spendengelder und die gesponserten Renovierungsarbeiten schließlich zur Freude aller Bürger und Besucher des Naherholungsgebietes Haarberg beigetragen haben.

Werdegang

APRIL 2000

  •  Am 15.04.00 feierte Fred Bially seinen 60. Geburtstag. Sein bereits in den Einladungsschreiben geäußerter Wunsch „Verzicht auf übliche Geschenke und Blumengebinde; statt dessen Bitte um Spende zur Innen-Renovierung der Haarener Friedenskapelle in Eigen-Regie“ stieß auf ein breites Echo.
  •   Ca. 130 geladene Geburtstagsgäste unterstützten diesen Wunsch und spendeten an diesem geselligen Abend spontan insgesamt DM 3.720,00 - ein beachtliches Start-kapital zur geplanten Verbesserung und Verschönerung der Friedenskapelle mit Unterstützung der beiden Mit-Initiatoren, Manfred Walter und Klaus Faymonville.

MAI 2000

  •  Die 3 Initiatoren dieser Spendenaktion erkannten ein öffentliches Interesse an der Renovierung der Friedenskapelle, die seit 1969 ohne nennenswerte Wartungs- und Reparaturarbeiten durch die/den Eigentümer dieses Stiftungsprojektes und nicht zuletzt das Umfeld der Kapelle betreffend durch den überdimensionalen Strauch-wuchs nicht nur den Blicken unserer Haarener Bürgerinnen und Bürger in zuneh-menden Maße verborgen blieb.
  •  Mit einer Anzeige in „NEUE WOCHE / Aachener Stadtkurier“ wurde die Aktion FRIEDENS-KAPELLE HAAREN offiziell ins Leben gerufen mit Informationen zur Ursprungsidee, zu den Zielsetzungen und verbunden mit der Bitte um finanzielle Unterstützung der Bevölkerung sowie weitere Spendeneinzahlungen auf das inzwischen bei der Volksbank Würselen eröffnete Sonderkonto.

JUNI 2000

Kontaktaufnahme und Gespräche mit dem Haarener Bezirksvorsteher, Herrn Ferdinand Corsten, im Haarener Bürgerzentrum. Vorstellung unserer Aktion, Klärung der Zuständig-keiten aus bestehendem Stiftungsvertrag als Basis für unsere künftige Zusammenarbeit.

JULI 2000

  •  Öffentliche Filmvorführung in der Gaststätte VIERJAHRESZEITEN:
    - Amateurfilm über den Zustand der Haarener Friedenskapelle und deren Umfeld
    - Erinnerungen und Schnappschüsse an / während der o.g. Geburtstagsparty vom 15.04.00
  •   Mit freundlicher Unterstützung des Haarener Bezirksamtsleiters, Herrn Heinz Lindgens, wurde eine Wegbereinigung im Umfeld der Kapelle unter Leitung des zuständigen Regional-Leiters, Herrn Michael Ludwigs, veranlasst.
  •  An einem regnerischen Sonntag Begehung der Kapelle (Innenraum). F. Bially u. M. Walter stellten Wasserlachen auf Fußboden und Bänken durch Undichtigkeiten des Daches fest. Ein befreundeter Dachdeckermeister begutachtete wenige Tage später das reparaturbedürftige Kapellendach und unterbreitete spontan ein schriftliches Angebot zur Wiederherstellung des Kapellendaches.
  •  Innenrenovierung muss wegen vorrangiger Dachreparatur bis auf weiteres zurückgestellt werden.


AUGUST 2000

  •  Gespräche mit dem Haarener Bezirksamtsleiter, H. Lindgens, u. dem Bezirksvor-steher,
    F. Corsten:

    - Die Stadt Aachen als Eigentümerin der Kapelle wird auf Instandsetzung des Daches   angesprochen.
    - Rodung des Strauchwuchses rund um die Kapelle als Sofortmaßnahme.
    - Ziele der Aktion Friedenskapelle über die optischen Verbesse-rungen hinaus, nicht zuletzt in   Absprache mit der Pfarre Sankt Germanus
    - Herr Lindgens und Herr Corsten sagten Unterstützung unserer Aktivitäten in jeder Hinsicht,   finanzieller   und logistischer Art, zu, insbesondere im Hinblick auf die unbedingt vorweg   durchzuführenden   Dachreparaturen (Bewilligung durch die Stadt Aachen,   Gebäudemanagement).


Inzwischen konnte der Kreis der Initiatoren um einen „Mitarbeiter“ erweitert werden.
(Erhard Rößler, Wirt der Gaststätte Vierjahreszeiten)

  • Erneute Anzeige in „NEUE WOCHE / Aachener Stadtkurier“ mit wiederholter Bitte um Geldspenden zur Finanzierung der entgegen aller Erwartungen doch recht kost-spieligen Innenrenovierungsarbeiten und Erneuerung der Raumbeleuchtung. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir bereits Geldspenden - von Freunden und Gönnern, von Haarener Bürgern, Geschäftsleuten und Ansprechpartnern aus fast allen Bereichen der Wirtschaft, Banken und Versicherungsgesellschaften - in Höhe von DM 6.890,00 auf dem Sonderkonto der Aktion Friedenskapelle verbuchen.


SEPTEMBER 2000

  •   Gespräche mit Vertretern der Pfarre St. Martin, Eheleute Bonten, die in enger Zusammenarbeit mit den Pfarren St. Germanus, Haaren, und St. Hubertus, Verlautenheide, religiöse Veranstaltungen, Jugendarbeit, Kommunions- und Firmunterricht organisieren und durchführen.
  • Im Hinblick auf die künftige Nutzung der Friedenskapelle wurde ein Katalog von Veranstaltungsvorschlägen erarbeitet, die den zuständigen Pfarrleitern bzw. dem Haarener Pfarrgemeinderat zur Prüfung der Durchführbarkeit, nicht zuletzt aber auch dem Gebäudemanagement der Stadt Aachen als Beweggründe zur kurzfristigen Freigabe der Gelder zur Reparatur des Kapellendaches, vorgelegt wurden.
  • Desweiteren konnten wir erreichen, die Aktion Friedenskapelle Haaren, verbunden mit dem Spendenaufruf, in den Pfarrbriefen St. Germanus, St. Martin und St. Huber-tus zu veröffentlichen.
  • Zu diesem Zeitpunkt erreichte uns von einem 84-jährigen Aachener Spender ein Schreiben mit folgendem Inhalt:

„Sehr geehrte Herren von der Aktion Friedenskapelle Haaren,

ich bin in den 60er Jahren ein fleißiger Besucher Ihrer Kapelle gewesen. Ende 1970 wurde ich Rentner, Radfahren meine Devise und als Ziel erklomm ich oft den Haarberg. 1-2 mal wöchentlich war die Kapelle mein Ziel. Ich kam aus der Rudolfstraße und fuhr dann Richtung Haaren nach Verlautenheide – zur Kapelle. Manchmal nahm ich auch eine andere Route. Hinter Haaren bog ich links ein, an weidenden Rindern vorbei, und da entdeckte ich diese Treppe, die zur Kapelle führte. Ich schulterte mein Fahrrad und dann los. Oben angekommen, schwor ich mir, das nicht wieder zu tun, denn es war wirklich sehr anstrengend.
Eines Tages musste ich die traurige Feststellung machen, dass ein Raudi die schönen bunten Scheiben der Kapelle als Zielscheiben benutzt hatte. Ich war sehr empört. Nun hatte ich einen Spalt in einem Scheibchen entdeckt, wo ich eine Münze hindurchzwingen konnte. Diese fiel dann innen auf den Boden und ich dachte mir, die wird schon jemand finden.
Schließlich wurde ich doch erwischt. Die Dame, die in der Kapelle für Schmuck und Sauberkeit sorgte, hörte, wie von innen eine Münze zu Boden fiel, und sagte dann zu mir:
Sind Sie der komische Spender ? So hatte das zerstörte Scheibchen doch noch seinen Zweck.
Anfang 1992 erlitt ich einen Schlaganfall und sitze seit der Zeit im Rollstuhl. Ich bin linksseitig gelähmt, aber im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte. Ich habe schon einmal gespendet, jedoch hat mein Schwiegersohn seinen Namen als Absender gewählt. Er hat sich dabei aber nichts gedacht. Seine Frau (meine Tochter) brachte mir Ihre Danksagung. Ich spende daher gerne noch einmal.

Mit freundlichem Gruß“

Daraufhin haben F. Bially und M. Walter diesen alten, kranken Mann zu Hause besucht und uns im Namen der Initiatoren mit einem kleinen Erinnerungs-geschenk (ein von Herrn Kurt Bonten / Pfarre St. Martin handgemaltes Bild der Haarener Friedenskapelle) für den lieben Brief und die Aufmerksamkeiten bedankt. Nur wenige Wochen nach diesem Krankenbesuch verstarb der Verfasser des obigen Schreibens an den Folgen seiner schweren Krankheit.

OKTOBER 2000

  •  Gespräche mit dem Haarener Bezirksvorsteher Ferdinand Corsten, dem Bezirksamtsleiter Heinz Lindgens, den Ehel. Bonten als Vertreter der Pfarre St. Martin sowie Vertretern des Pfarrgemeinderates bzw. Kirchenvorstandes, Herrn Zohren und Frau Häuser sowie Herrn Kurt Kommer als Anbieter zur Erneuerung der defekten Kapellen-Pforte.
  •  Die erarbeiteten Vorschläge zur künftigen Nutzung der Kapelle wurden von Frau Häuser und Herrn Zohren z.T. als „bedingt umsetzbar“ eingeschätzt (Kapelle soll in erster Linie ein Gotteshaus bleiben, keine Veranstaltungen mit Vergnügungscharak-ter, Kindtaufen nicht erwünscht, Priestereinsatz aus Personal- u. Zeitmangel be-grenzt, keine offizielle Freigabe der Zufahrtswege für PKWs).
  •  Die Initiatoren sollten zu einer der nächsten Pfarrgemeinderatssitzungen zur konkreten Vorstellung und formalen Genehmigung der Renovierungsarbeiten, Anbringung von Schau- und Info-Kästen etc. eingeladen werden.
  •   Bezirksstellenleiter Lindgens gibt die genehmigte Kostenübernahme durch die Stadt Aachen in Bezug auf die dringend erforderliche Dachreparatur bekannt. Weiterleitung des uns vorliegenden Angebotes der Fa. Schröder-Bedachungen, Aachen, an das Gebäudemanagement der Stadt Aachen. Erst nach Instandsetzung des Daches kann Zug um Zug mit den Renovierungsarbeiten begonnen werden.
  •  Darüber hinaus verwies Herr Lindgens auf den Beschluß einer Weg-Kennzeichnung (Beschilderung Friedenskapelle, Kreuz), voraussichtlich im Frühjahr 2001.
  •  Parallel bietet Herr Kurt Kommer, Schmiedemeister u. Geschäftsführer der Fa. VDD Metallbau & Design, Alsdorf, die ebenfalls erforderliche Erneuerung der Kapellen-Türanlage zu Vorzugskonditionen an, erläuterte seine Angebotsinhalte im Detail. Seine Vorschläge fanden bei allen Beteiligten grundsätzliches Interesse, wobei auch hier die Frage der Kostenübernahme und Beauftragung durch die Stadt Aachen noch zu klären ist.
  •  Herr Lindgens stellte schließlich die Zielsetzung in den Raum, die Friedenskapelle bis Mai/Juni 2001 fertigzustellen und in Absprache mit den Pfarr-Vertretern im Rahmen der Fronleichnamsfeier (Prozession) einzuweihen!
  •  Im Pfarrbrief St. Germanus, Ausgabe Oktober/November 2000, erschien unser Bericht zur Aktion Friedenskapelle Haaren unter dem Motto: „Eine private Initiative stellt sich vor“.


NOVEMBER 2000

  •   Besprechung an der Friedenskapelle unter Teilnahme von Herrn Lindgens, Leiter der Bezirksverwaltung Haaren, Herrn Zohren der Pfarre St. Germanus, Herrn Deutz vom Gebäudemanagement der Stadt Aachen und Herrn F. Bially vom Aktionskreis.
  • Begutachtung und Prüfung durch Herrn Deutz:

    - Innen- und Außenanstich der Kapelle
    - Beleuchtungskonzept für den Innenraum und ggf. des Kapellenturmes
    - Beheizung des Innenraumes
    - Teilerneuerung der Türanlage (unter Einbezug des Angebotes von Schmiedemeister, Kurt Kommer)

  • Herr Lindgens wird weitere Abstimmung herbeiführen.
  • 18.11.00 / 15:00 Uhr - Erste Motorradmesse an der Friedenskapelle zum Saison-abschluss. Hinweise an Aachener Motorrad-Clubs und Info-Aushänge (Plakate) sollten Teilnahmeinteresse wecken. Leider mit wenig erfreulicher Resonanz:
  •   Neben unserem Herrn Kaplan, Herrn Aymanns, waren Vertreter des Aktionskreises, der Pfarre St. Martin sowie 2 Reporter der Aachener Presse vor Ort, in Erwartung einer angekündigten Teilnehmergruppe von 30-50 Motorradfahrern. Nach einer Waretzeit von ca. 1 Stunde konnte an diesem Nachmittag lediglich nur ein Motor-radfahrer mit seiner Harley begrüßt werden, so dass die geplante Motorradmesse schließlich wegen mangelnder Anteilnahme ausfallen musste.
  •   Erkenntnis:
    Über Veranstaltungen dieser oder ähnlicher Art wird künftig rechtzeitig und ziel-gruppenorientiert informiert. Unsere Initiativen und Info-Aushänge waren in diesem Fall wohl zu kurzfristig angesetzt; die erhoffte Teilnehmergruppe konnte daher leider nicht erreicht werden !
  •  Ende November erfuhren wir, dass die erforderlichen Dachreparaturarbeiten nach Beauftragung und Kostenübernahme durch die Stadt Aachen inzwischen ausgeführt wurden.


DEZEMBER 2000

  •   Schriftliche Weihnachts- und Neujahrsgrüße an alle Sponsoren und unterstützenden Ansprechpartner lösen weitere Spendeneingänge auf unserem Sonderkonto bei der Volksbank Würselen aus.

JANUAR 2001

  •   Die Handwerkseinrichtungen (BGE), Berufskollege für Gestaltung und Technik, AC-Haaren, zeigte Interesse an der Durchführung der Malerarbeiten im Innen- und Außenbereich der Kapelle. Leitende Herren dieser berufsschulischen Einrichtung sind auf unsere Aktion aufmerksam geworden und an uns herangetreten mit dem Angebot, im Rahmen eines geförderten Aus- Fortbildungsprojektes die Innenreno-vierung der Kapelle sowie einen neuen Außenanstrich zu übernehmen und von gewerblichen Auszubildenden unter fachkundiger Leitung ausführen zu lassen. Lohn- und Materialkosten werden im Rahmen des Förderungsprojektes von der öffent-lichen Hand getragen, so dass unsere Spendengelder für andere, dringend not-wendige Reparaturen bzw. Erneuerungen in und an der Friedenskapelle verwendet werden könnten. Eine neue Perspektive, die wir mit großem Interesse aufgenommen haben.

FEBRUAR 2001

  •  Bei einem Ortstermin in der Friedenskapelle mit den verantwortlichen Ansprech-partnern wurden nochmals alle Details besprochen.

MÄRZ 2001

  •  Herr Helmut Ahn der Handwerkseinrichtungen (BGE), Aachen, stellt Vertretern der Kirchengemeinde, des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes Haaren seine Farbvorschläge zur Renovierung der Kapelle vor, die von allen Anwesenden mit Begeisterung aufgenommen und genehmigt wurden.
  •  Beginn der Malerarbeiten im Innenraum der Kapelle und Fertigstellung bis zu den Osterfeiertagen durch Ausbildungsteilnehmer der BGE unter fachkundiger Leitung von Herrn Helmut Ahn und Herrn Wetzels.


MAI 2001


Offizielle Einweihungsfeier der renovierten Friedenskapelle Haaren auf dem Haarberg am 19.05.01.

Zu diesem Zeitpunkt steht ein Spenden-Guthaben von ca. 11.300,00 DM zur Verfügung, das wir neben den inzwischen gesponserten Sach- und Materialleistungen für alle noch anfallen-den Kosten im Rahmen der der Verschönerung und Verbesserung unserer Friedenskapelle einsetzen werden.

In den Folgemonaten

konnte unser Haarener Bezirksvorsteher, Herr Ferdinand Corsten, mit großzügiger Unter-stützung der Aachener STAWAG, hier insbesondere durch den Vorstand, Herrn D. Stolte, erreichen, im Kapellenturm sowie am benachbarten Friedenskreuz Abend-/Nachtbeleuch-tungen zu installieren, die jedoch im Laufe des Jahres neben anderen Erneuerungsprojekten noch erweitert bzw. die Ausleuchtung der Kapelle betreffend verändert werden.

Leider verunglückte Herr Corsten während eines Rodelurlaubs im Dezember letzten Jahres und zog sich hierbei erhebliche Bruchverletzungen zu, die einen langen Genesungsprozess befürchten lassen. Zwangsläufig verschieben sich Zeitfenster für geplante Teilprojekte, die in erster Linie durch Initiativen von Herrn Corsten realisiert werden können. Wir wünschen Herrn Corsten an dieser Stelle gute Besserung und hoffen, dass er seinen Bürgern, Amtskollegen und uns recht bald wieder im Vollbesitz seiner körperlichen Kräfte zur Verfügung stehen kann.

Zur Fertigstellung bis Ende 2002 / Frühjahr 2003


sind jedenfalls weitere Teilprojekte zur Verbesserung und Verschönerung unserer Friedens-kapelle in Vorbereitung. Unser Spendenkonto weist derzeit ein Guthaben von ca. € 6.200,00 aus. Leider reicht diese Kapitaldecke für die dringend erforderlichen, größeren Bau- und Re-paraturobjekte jedoch nicht aus. Durch weitere Spendenaufrufe, den Verkauf von Schlüssel-anhängern und nicht zuletzt durch die Veranstaltung unseres Grillfestes am 08. Juni 2002, dessen Reinerlös selbstverständlich dem Spendenkonto zufließen wird, bemühen wir uns, die Gelder z.B. zur Finanzierung eines neuen Kapellen-Portals (ca. € 16.000,00) oder einer neuen Heizungsanlage (ca. € 12.000,00) einzubringen.


Vorentscheidungen und Planungen zur Fertigstellung bis Ende 2003


Im Hinblick auf die Finanzierungsmöglichkeiten der geplanten, größeren Projekte, mussten wir schließlich doch Prioritäten setzen. Anstelle der kostspieligen Erneuerung der Heizungsanlage haben wir uns deshalb entschieden, einen weitaus geringeren Spendenanteil für die Installation mehrerer, neuer Wand-Heizstrahler einzusetzen, die im Dezember 2002 zu Beginn der Weihnachtszeit betriebsbereit waren und genutzt werden konnten. Ferner haben wir zum gleichen Zeitpunkt die Kapellen-Sitz- und Kniebänke neu beziehen lassen, um den Besuchern etwas mehr Bequemlichkeit zu bieten.

Die schon mehrfach mit Vertretern der kommunalpolitischen Bühne diskutierte und geplante Erneuerung des Kapellenportals und der damit verbundene Kostenfaktor führten schließlich wegen „leerer Kassen“ und Sperrungen des öffentlichen Haushaltes ins Ungewisse. An dieser kommunalen Finanzmisere (übrigens generell auf Bund, Länder und Gemeinden bezogen) hat sich bis dato nichts geändert.

Sponsoren aus dem kommunalbehördlichen / -politischen Lager unterstützten schließlich ein alternatives Installationsprojekt, das uns im Mai 2003 durch den Bezirkstellenleiter, Herrn Hüllenkremer, vorgestellt wurde. Demnach sollte hinter der Portalfassade, also im Innern der Kapelle, zusätzlich eine verschließbare Panzerglas-Schiebetür-Anlage angefertigt und montiert werden. Kostenplan: ca. € 11.000,00 zzgl. MWSt.
Diese Neukonstruktion würde nach unserer Auffassung den weiteren Zerfall des ohnehin maroden Kapellenportals jedoch keinesfalls aufhalten.

Unser Bestreben hingegen ist es, die vorhandene Portalkonstruktion ohne Veränderung der Architektur fachmännisch reparieren und restaurieren zu lassen, incl. Erneuerung von ca. 50 Glasscheibeneinsätzen. Die Kosten hierfür würden sich dann lediglich auf etwa € 6.800,00 zzgl. MWSt belaufen, die wir aus unserem Spendenfonds bereitstellen könnten.

Zuletzt mit Schreiben vom 23.09.03 haben wir Herrn Corsten und Herrn Hüllenkremer angeschrieben, verbunden mit der Bitte um abschließendes Gespräch, da wir die Reparaturarbeiten wie oben dargelegt kurzfristig in Auftrag geben und bis zum Wintereinbruch fertig stellen lassen möchten.

Das Gebäudemanagement der Stadt Aachen lehnt Reparaturarbeiten - wie unsererseits offeriert - aus bautechnischen Gründen jedoch ab und bevorzugt eine Reparatur des Portals durch ein auf Kirchenglasbau spezialisiertes Unternehmen. Diese Reparaturkosten würden dann unser Budget erheblich übersteigen. Bis dato konnten die Verantwortlichen, Bezirks- und Kommunalpolitiker zu diesem bereits seit Juni 2003 schwebenden Teilprojekt - nicht zuletzt auch wegen der immer noch angespannten Haushaltslage - keine Entscheidung für alternative Lösungen herbeiführen.

Mitte September haben wir die von Herrn Prof. Dr. Heusch gestiftete Christusbüste auf einen Eichesockel an der rechten Kapellenwand (Nähe Bundverglasung und Altar) diebstahlsicher montieren lassen. (siehe Foto)

Aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen mussten wir zu Beginn des Jahres 2004 zwangsläufig zu der Erkenntnis kommen, dass wir dieses überregional gewachsene Spendenprojekt leider kaum noch mit dem erforderlichen, bislang auch praktizierten Zeit- und Logistikaufwand bewältigen und verwalten konnten. Andererseits haben wir in mehr als 4 Jahren soviel Engagement und persönlichen Einsatz in dieses erfolgreiche Projekt investiert, von dem wir uns keinesfalls in einer „ad-hoc-Aktion“ verabschieden wollten.

In Gesprächen mit Vertretern des Kirchenvorstandes der Pfarrgemeinde St. Germanus fanden wir schließlich einen Partner, der unter vereinbarten und schriftlich fixierten Übernahmebedingungen das Spendenprojekt FRIEDENSKAPELLE HAAREN in unserem wie im Sinne unserer Sponsoren und Spender mit Wirkung vom 01.06.04 weiterführen wird, wobei die bereitgestellten Spendengelder (zum 01.06.04 immerhin € 11.900,00) ausschließlich für die Renovierung des Kapellen-Innenraumes bzw. für die Neuanschaffung sakraler Gegenstände und Einrichtungen Verwendung finden werden.

An dieser Stelle allen unseren Sponsoren, Gönnern, Freunden und Ansprechpartnern, die uns ihr Vertrauen entgegengebracht, unser Spenden-Projekt FRIEDENSKAPELLE HAAREN in individueller und lobenswerter Art und Weise unterstützt haben und hoffentlich auch weiterhin unterstützen werden, unseren aufrichtigen Dank.


Die Initiatoren der
Aktion FRIEDENSKAPELLE HAAREN

Aachen, den 31. Mai 2004