Mit über 30 Anwohnern eröffnete Bezirksbürgermeister Daniel Hecker die Bezirksversammlung am 4. Februar 2026 pünktlich um 18 Uhr. Der Wasserverband war gekommen, um die Projekte zur Hochwasservermeidung im Raum Haaren vorzustellen. Nach dem Jahrhunderthochwasser 2021 wurden die Pläne angepasst. Das Rückhaltebecken in Haaren wurde um 20 cm aufgestockt. Auch der Neubau der Autobahnbrücke wurde genutzt, um neue Wasserkammern zu errichten.
Ein Austausch der Kita-Leiter*innen aus Haaren und Verlautenheide zeigte auf, dass die Kitas stark mit auffälligen Kindern und Personalmangel zu kämpfen haben. Zudem stellte sich heraus, dass Jugendliche sich gerade abends um die Kitas treffen, da es sonst keinen Rückzugsraum für sie gibt.
In Haaren fehlen nach wie vor Kitaplätze. Dies ist bekannt. Nun soll endlich ein Genehmigungs- und Bauverfahren für eine neue Kita am Burghöhenweg auf den Weg gebracht werden. Bis diese dann endlich errichtet ist, wird es noch bis 2023 dauern. Dabei gibt es auch noch Hürden zu nehmen. Zum einen sollte die Kita vierzügig sein, ansonsten ist sie nicht genehmigungspflichtig, und natürlich muss die Finanzierung gesichert sein. Seit 2021 wird nun an einem Platz für zwei Kitas gearbeitet. Warum das so lange gedauert hat, bis die Verwaltung diesen Platz nun endlich plant, konnte kein Bezirksvertreter verstehen.
Eine weitere Aufregung war die Verbesserung der Verkehrssituation an der Einmündung Kleinheidstraße und Verlautenheidener Straße. Die Sicht ist durch haltende oder stehende Busse so eingeschränkt, dass eine sichere Abbiegung nicht möglich ist. Der Vertreter von der Verwaltung war nicht erschienen, so dass sich der Unmut über den Zustand den Vertreter der ASESAG traf.
Die neue E-Ladesäule am Kaninsberg rief dann nochmals viel Unmut hervor, zum einen, da das Bezirksamt darüber nicht informiert wurde, und zum anderen, da das Verfahren recht undemokratisch ist, da die Bezirksversammlung bei der Einrichtung von Ladesäulen im öffentlichen Raum nicht angehört werden muss, sondern nur das Amt darüber informiert werden soll. Es sollen bis 2020 noch 8–10 weitere Standorte in Haaren dazukommen.
Die Rad-Vorrang-Route wird weiter ausgebaut, darüber informierte ein Vertreter der Verwaltung gegen Ende. Die Kosten für den Ausbau belaufen sich auf knapp 10 Millionen Euro. 2022 war man von fast 4 Millionen ausgegangen.