Archiv der Kategorie: Allgemein

Attraktivierung des Stadtbezirks

In Haaren bewegt sich was. So gibt es im Rahmen des „Integrierten Handlungskonzeptes“ beispielsweise weitreichende Planungen für die Umgestaltung des Platzes am Denkmal, des Parks am alten Friedhof oder des Areals rund um St. Germanus.
Die Haarener SPD begrüßt diese Vorhaben, sieht aber auch an anderen Stellen Handlungsbedarf: Daher hat die Bezirksvertretungsfraktion, bestehend aus Rita Dautzenberg, Nathalie Koentges (stellv. Bezirksbürgermeisterin) und Tobias Küppers (Fraktionssprecher), die Attraktivierung und Belebung des Haarener Marktplatzes beantragt. In der Bezirksvertretungssitzung vom 14. April 2021 wurde hierzu beschlossen, in Zusammenarbeit mit dem Verein der Haarener Unternehmer sowie den Marktbeschickern Veranstaltungen zu initiieren sowie Möglichkeiten der Aufwertung durch Bepflanzungen etc. zu prüfen. Hierzu werden insgesamt 5.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Öffentliche Aufenthaltsplätze wie die am Haarener Markt oder an der Welschen Mühle erfreuen sich großer Beliebtheit und stellen einen wichtigen Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger jeden Alters des Stadtbezirks dar. Teilweise sind jedoch Sitzgelegenheiten nicht mehr intakt oder zu knapp bemessen oder es fehlt eine attraktive Gestaltung des direkten Umfelds durch eine ansprechende Bepflanzung. Daher möchte die Fraktion die aktuelle Ausstattung sowie Frequentierung bzw. Nutzung von Aufenthaltsplätzen in Haaren und Verlautenheide prüfen und bei Bedarf beliebte Plätze durch Bepflanzungen oder das Aufstellen weiterer, intakter Sitzmöglichkeiten aufwerten lassen.
„Immer wieder werde ich von Bürgerinnen und Bürgern darauf angesprochen, dass es Orte im Stadtbezirk gibt, an denen sich die Menschen unsicher fühlen oder sie sogar Angst haben“, sagt Nathalie Koentges. Entsprechend soll die Verwaltung dazu beauftragt werden, potenzielle Angsträume im öffentlichen Raum des Stadtbezirks aufzudecken und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese durch bauliche und präventive Veränderungen beseitigt werden können. (Text Nathalie Koentges)

Unfallschwerpunkt entschärfen

Die Alt-Haarener Straße ist in Bereich zwischen der Kurve Friedenstraße und Haarener Gracht ein Unfallschwerpunkt für Fahrräder. Daher hat die Unfallkommission zwei Pläne erarbeitet, um die Straße für Radfahrer sicherer zu machen. Die Erhebung dafür fand im Jahre 2017 statt. Dort wurden an dieser Stelle 10.000 Fahrzeuge und 60 Radfahrer pro Tag gezählt. Bergab fahrende Räder sind mit dabei mit einem enormen Tempo unterwegs. Dabei kam es in dem Jahr zu einigen Unfällen, da Türen von parkenden Fahrzeugen im Moment des Vorbeifahrens geöffnet wurden.

Die Alt-Haarener Straße ist an der Stelle leider nicht sehr breit, um eine völlige Trennung zwischen Rad- und KFZ-Verkehr gewährleisten zu können, ohne die Bürgersteige zu schmälern. Daher wurden zwei Varianten erarbeitet, Version 1 mit einem Fahrradweg bergauf und mit einem Schutzstreifen bergab. Dabei würden 30 Parkplätze auf der Kirchenseite entfallen. Die 2. Version sieht Radwege auf beiden Seiten vor, dafür würden noch weitere Parkplätze und der Baumbestand beseitigt werden.

Bei der Ratssitzung am 3.02. wurde von CDU und SPD die erste Version empfohlen, die Grünen empfahlen die zweite Version. Die CDU brachte den Vorschlag ein, zu prüfen, ob eine Ableitung des Radverkehrs über die Germanusstraße möglich ist und forderte neue Parkplätze in unmittelbarer Umgebung zu schaffen.

Für die Umgestaltung der Straße steht für 2021 ein Budget von 230.000 € zur Verfügung.

Mach’ es wie die Niederländer: BLICK ÜBER DIE SCHULTER
Beim Aussteigen aus dem parkenden Fahrzeug wird empfohlen, die Tür mit der rechten Hand zu öffnen. Dadurch ist der Fahrer gezwungen seinen Körper zu drehen und so ggf. Fahrräder noch rechtzeitig wahrzunehmen.

Trinkwasser marsch!

UPDATE: 29.01.2021 Die Warnung vor den Kolibakterien hat sich als Missverständnis herausgestellt. Anscheinend sind Proben vertauscht worden. Also Wasser marsch!

Für ganz Aachen ist ein Abkochgebot für Trinkwasser im Stadtgebiet Aachen erlassen worden.

Bei einer routinemäßigen Kontrolle wurden bakterielle Verunreinigungen festgestellt. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, das Wasser bis zur Entwarnung entweder abzukochen oder zum Trinken Flaschenwasser zu verwenden.

Bürgerinitiative Fahrradfreundliches Haaren ist jetzt als Verein eingetragen

Ende November hat sich der Verein Fahrradfreundliches Haaren gegründet. Aus der Idee, die Ziele des Radentscheids für die Bürger*innen in Haaren und Verlautenheide zu konkretisieren, hatte sich Mitte 2019 eine Bürgerinitiative zusammengefunden.
Die Vereinsstruktur bietet dem Verein eine höhere Flexibilität in der Nutzung von Räumlichkeiten und etwaigen Förderungen und eine bessere Vernetzung in den Strukturen des Bezirks.
Zukünftig sollen zudem auch Projekte angestoßen werden, in denen Kinder frühzeitig als sichere Verkehrsteilnehmende mit dem Fahrrad gefördert werden.

Der 1. Vorsitzende, Günter Mänz: “Wir engagieren uns für Maßnahmen, die im Bezirk Haaren den Verkehr allgemein und insbesondere den Fuß- und Radverkehr sicher und komfortabel machen. Damit möchten wir den Bürger*innen neue Möglichkeiten der Mobilität eröffnen und letztlich einen Beitrag zur notwendigen Verkehrswende leisten. Ein wichtiges aktuelles Thema ist z.B. die in Planung befindliche Radvorrangroute von Verlautenheide über Haaren in die Innenstadt.”
In einem ersten Gespräch mit dem Bezirksamtsleiter, Ron-Roger Breuer, tauschte sich Günter Mänz mit ihm über zukünftige Projekte aus und präsentierte die Satzung des Vereins. Breuer sieht in der Bürgergruppe neben dem wichtigen ehrenamtlichen Engagement u.a. einen wichtigen Melder für Gefahrenstellen im Bezirk, da die Mitglieder täglich viele Kilometer mit dem Rad zurück legen und so Gefahrenstellen schnell gemeldet und beseitigt werden können.
Interessierte Bürger*innen können mitmachen oder sich informieren über fahrradfreundliches-haaren.de.

Bezirksamt Haaren unterstützt die Blutspende

Einige Kolleginnen und Kollegen des Bezirksamts Haaren spendeten nach Feierabend in der Haarbachtalhalle Blut. Grund dafür war ein Anruf der Vorsitzenden des Deutschen Roten Kreuz Ortsverbandes Haaren Marita Lynen.

Sie informierte Bezirksamtsleiter Ron-Roger Breuer darüber, dass es derzeit immer schwieriger werde, einen ausreichenden Vorrat an Blutkonserven zu generieren, da die Anzahl der von Spenderinnen und Spender rückläufig sei.

Nach einem kurzen Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen des Bezirksamtes Haaren gab es eine große Bereitschaft das Rote Kreuz zu unterstützen. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zuvor noch nie Blut gespendet haben, erklärten sich zu einer Spende bereit.

Breuer und sein Stellvertreter Stephan Schmitz sehen in dieser Aktion einen wichtigen Beitrag in der derzeit schwierigen Lage und hoffen, dass sich auch zukünftig genug Spenderinnen und Spender finden, damit im Ernstfall genügend Blutkonserven zur Verfügung stehen.

Haaren hat einen eigenständigen Ortsverband des Roten Kreuz, der regelmäßige Spendetermine anbietet. Doch auch in Haaren waren die Spenderzahlen beim letzten Termin stark rückläufig.

 

Perspektivwechsel

Die Aachener Stadtbaurätin Frauke Burgdorff und der Fahrschulinhaber Ralf Dovermann haben sich zu zwei speziellen Rundfahrten durch die Aachener Innenstadt getroffen. Zum einen ging es mit dem Rad über den Grabenring, zum anderen mit einem großen LKW über den Alleenring.

Für Dovermann war die Radtour mit Burgdorff auf dem vielbefahrenen Grabenring und durch die City ein besonderes Erlebnis. Und Frauke Burgdorff lenkte einen 18,75 Meter langen Mercedes-LKW mit 40 Tonnen zulässiger Gesamtmasse unter Anleitung von Dovermann über den Alleenring. Das Thema der Aktion: der Perspektivwechsel im Straßenverkehr. Was erlebt jemand, der mit dem Rad oder mit dem LKW in der Stadt unterwegs ist?

Zunächst starteten Burgdorff und Dovermann am Theaterplatz zu einer Radtour auf dem Grabenring. Dabei wurden sie begleitet von Isabel Strehle (Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen), Uwe Müller (Leiter der Abteilung Verkehrsplanung und Mobilität) und Claudia Nowak (Projektleiterin Aktionsplan Verkehrssicherheit).

Im Anschluss stieg Burgdorff gemeinsam mit Dovermann in den 40-Tonnen-Lkw und fuhr eine Runde über den Alleenring, am späten Nachmittag mit viel Verkehr auf den Straßen. Burgdorff saß am Steuer und Dovermann als fachkundiger Begleiter neben ihr.

„Ich habe jetzt noch weiche Knie“, sagte Burgdorff, nachdem sie den Lkw nach der Tour wieder entstiegen war. „Der Verkehr sieht aus dieser hohen Perspektive nochmal ganz anders aus. Radfahrerinnen und Radfahrer flitzen um einen herum, Fußverkehr quert die Fahrbahn und die Autos fahren vor und hinter einem mit. Ich bin sehr beeindruckt und habe großen Respekt vor denen, die diese riesigen Gefährte tagtäglich bewegen. Es ist ganz sicher eine große Herausforderung, das ganze Geschehen um einen herum im Blick zu halten.”

Dovermann zeigte sich beeindruckt von der Entschlossenheit, mit der Burgdorff den Lkw führte. “Sie hat das super gemacht. Ich bin sicher, dass dieser direkte Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Dieses Verständnis füreinander wünsche ich mir oft, wenn ich in meinem Beruf erlebe, wie wenig sich die einzelnen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in andere Verkehrsarten hineinversetzen können. Solche Aktionen sollten wir noch viel öfter anbieten. Auch mir hat der unmittelbare Wechsel aufs Fahrrad das nochmal ganz deutlich vor Augen geführt.”

Die Idee für den Perspektivwechsel im Rahmen der Aktion ” AChtsam unterwegs für ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr” war im März 2020 bei der ersten Aachener Verkehrssicherheitskonferenz unter dem Motto “Liebe braucht Abstand” entstanden. Dovermann nahm als Bezirksvorsitzender des Fahrlehrerverbandes Nordrhein an der Konferenz teil. Und Burgdorff forderte ihn damals auf, gemeinsam mit ihr „den Verkehr aus der Perspektive von Radlerinnen und Radler zu erleben“. Dovermann erwiderte: „Klar, ich bin dabei. Aber nur, wenn Sie im Anschluss mit mir Lkw fahren!“ Das ließ sich die Stadtbaurätin nicht zweimal sagen.

Halbzeit im Projekt Integriertes Handlungskonzept

Bei der Bezirksvertretungssitzung am 25. November 2020 in der Haarbachtalhalle wurden die Mitglieder*innen der neu gewählten Bezirksvertretung unter der Leitung des neuen Bezirksbürgermeisters Daniel Hecker über den Sachstand im Projekt Integriertes Handlungskonzept informiert. Über 15 Anwohner*innen waren gekommen um der letzten Sitzung in 2020 beizuwohnen.

Frau Strehle und Herr Mehlkopf vom Fachbereich Stadtentwicklung waren gekommen um über den aktuellen Stand des Projektes zu berichten. 2015 startete das Handlungskonzept mit der Planung mit Bürgerbeteiligung. 2025 muss das Projekt abgeschlossen werden. Insgesamt stehen 5,1 Million Euro Fördermittel dafür breit, wovon bereits 4 Millionen ausgegeben, bzw. verplant sind. Es soll eine Prioritäten-Liste aufgestellt werden, wofür die offenen Mittel noch eingesetzt werden sollen. Doch zunächst ging es in die bereits gestatten Projekte.

Rund um St. Germanus
2019 wurde das Projekt Umgestaltung St. Germanus beschossen. Durch Personalmangel und offene Grundstücksfragen konnte aber noch kein Umbau beginnen. Das Immobilienmanagement ist aber gerade in der Verhandlung mit den Eigentümern. Wenn alles gut geht sollen 2021 mit der Umgestaltung begonnen werden. Ein neuer Raum für Anwohner mit hoher Aufenthaltungsqualität soll entstehen. Diese Projekt wird auch zu 100% durch Fördermittel finanziert. Ursprünglich sollten rund 80 % der Summe vom Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen gestellt werden. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, welche auch die Kommunen vor große Herausforderungen stellt, wurde seitens des Landes NRW auch der übrige Anteil der Projektsumme bezuschusst.

Wurm und Haarbachaue
2020 ist es der Stadt gelungen, das Grundstück am Haarener Dreieck zu erwerben. Dies macht nun den Weg frei für die Realisierung des Projektes, das eine ökologische und gestalterische Aufwertung des Zusammenflusses von Haarbach und Wurm ermöglichen soll. Der Wasserverband Eifel/Rur ist in das Projekt eingestiegen und möchte die Bachläufe wieder renaturieren. Die Fördermittel dafür hat der Verband aber noch nicht gestellt. Daher kann es hier zu einer Verzögerung kommen.

Park am Alten Friedhof
Der Park soll umgestaltet werden. Die Spielflächen sollen in diesem Zuge attraktiver gestaltet werden und die Wege optimiert werden. Die Grillhütte steht zur Diskussion. Dazu konnten sich die Bezirksvertreter aber noch nicht entscheiden. Dies soll im Januar entscheiden werden. Durch den Ankauf des Haarener Dreiecks ist es nun auch möglich zwei Brücken zu bauen, die auch den Fahrradverkehr sicher durch den Park bringen wird. Grundsätzlich soll die Böschung zum Bach abgesengt werden, um diesen mehr erfahrbar zu machen. Im Herbst 2021 sollen hier die Umgestaltungen beginnen und ein Wasserspiel für Kinder, Sportgeräte und viel Grün in den Park bringen. 2022 soll dann bereits alles fertig gestellt sein.

Stadthäuser am Park
2017 wurde bereits begonnen die Häuser zu planen. Dies wurde dann 2019 noch einmal überarbeitet, da die 3. Kita und ein Parkdeck in den Entwurf integriert wurden. Ein grünes Wohnquartier soll entstehen.

Am Denkmal
Der Platz und die Wege am Denkmal sollen auch noch umgestaltet werden. 2021 soll das Projekt der auch starten und 2022 abgeschlossen werden.

Ansonsten wurde noch über die Förderung Altbauplus und des Stadtteilmarketings berichtet. Eine Stadtteilbroschüre soll Anfang 2021 erscheinen.

Der schwere Unfall im Kreisverkehr an der Charlottenburger Allee wird dazu führen, dass die Ortseingangsschilder umgestellt werden müssen, denn zur Zeit liegt der Kreisverkehr nicht innerorts, daher wären die Markierungen für Fahrräder nicht rechtens. Nach der Umsetzung wird es gekennzeichnete Wege auf der Straße geben. Dies ist auch schon so beauftragt. zur nächste Sitzung wird die Verwaltung auch zwei Lösungen für Fahrradstreifen zwischen Jülicher Straße und Germanusstraße präsentieren.

In der Bezirksvertretungssitzung ging es dann noch um die Gestaltung von Bolzplätzen in Verlautenheide und Haaren, einen Antrag auf Tempo 30 in Haaren. Die Standorte für die Fahrradbügel wurden bis auf die Standorte am Haarener Markt und Haarbachtalhalle für gut befunden. Durch die Bügel am Markt würden ein Parkplatz verschwinden, die Bügel sollten besser auf dem Mark platziert werden. Auch an der Haarbachtalhalle könnte man die Bügel besser seitlich der Halle platzieren, fanden die Vertreter.
Der Vorplatz vor dem Sitzungssaal der Bezirksvertretung soll aufgewertet werden. Eventuell soll ein Weg zum Park eingerichtet werden.

Zum Schluß freute sich die Bezirksvertretung darüber, dass im letzen Jahr noch bezirkliche Gelder übrig geblieben sind. Insgesamt 12500 €. Dafür soll ein Lastenrad und Outdoor-Spielgeräte für den Park angeschafft werden.”