Archiv der Kategorie: Haaren

Eckhard Finsterer legt Mandat nieder

Aus persönliche Gründen hat Eckhard Finsterer sein Mandat im Bezirksrat Haaren niedergelegt. In seiner Abschlussrede im Bezirksamt wies er auf die langen Prozesse hin, die er als gewählter Bürgervertreter gerne beschleunigt gesehen hätte. In seiner Zeit wäre viel geplant worden, aber leider wenig umgesetzt worden. Dabei vermutete er bei der Verwaltung wenig Motivation sich für Haaren zu engagieren. „Andere Bezirke wären anscheinend wichtiger.“

Auch wenn es in einigen Fragen in den Fraktionen durchaus unterschiedliche Meinungen gäbe, lobte er zu Schluß aber die Zusammenarbeit und die vielen Initiativen, die vom Bezirksrat auf den Weg gebracht wurden und noch werden.

Als Bürger des Bezirks ist er aber weiterhin für alle Anliegen ansprechbar.

Film über Haaren

Am Tag der Städtebauförderung am 8. Mai 2021 wird das Handlungskonzept Haaren in einem Film dargestellt. Dabei steht die Umgestaltung des St. Germanus Platzes im Mittelpunkt.

Die Live-Übertragung läuft auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen www.youtube.com/stadtaachen. Während der Online-Veranstaltungen bestehen für alle Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen und Anregungen zu den Plänen in Haaren im Chat zu platzieren. Auch vorab können bereits Anregungen, Fragen oder Kritik an die E-Mail-Adresse stadterneuerung@mail.aachen.de gestellt werden.

Als richtungsweisender Handlungsleitfaden wurde das ISEK Haaren 2014 im engen Schulterschluss zwischen der Fachverwaltung, der Haarener Politik und den Bewohner*innen entwickelt und ging 2015 für den Bezirk an den Start. Seitdem sind verschiedene Projekte aus diesem Konzept angestoßen worden, die mit ihrer kurz- bis mittelfristigen Umsetzung zu einer attraktiven und zukunftsgerechten Gestaltung des Stadtbezirks beitragen sollen. Stadtplaner und Projektleiter des ISEK Haaren Boris Mehlkopf von der Abteilung Stadtgestaltung und Stadterneuerung erklärt: „Auch wenn aktuell für die Haarener*innen vor Ort vielleicht noch keine direkten Veränderungen wahrnehmbar sind, so laufen im Hintergrund doch viele entscheidende Planungs- und Entscheidungsprozesse, die in den nächsten Monaten und Jahren in sichtbaren Ergebnissen münden werden.“

Denkmal Telefonzelle

Wer hätte das gedacht, dass ausgerechnet in Aachen die letzten beiden gelben Telefonzellen in Deutschland stehen. Daher dachte sich das Denkmalamt, dies als Denkmal zu deklarieren. Das gelbe Telefonhäuschen aus Glasfaser steht an der Ecke Alt-Haarener Straße und Würselner Straße und ist seit letztem Jahr Denkmal (Wir berichteten in Ausgabe Haaren(+) 32 darüber).

Das Denkmalamt steht im Austausch mit der Telekom, der Nachfolgerin der Deutschen Post, die noch 1989 über 120.000 Telefonzellen in ganz Deutschland bereitgestellt hatte. Der jetzige Zustand ist einem Denkmal nicht würdig. Leider hatte die Telekom das Telefon aus dem Häuschen deinstalliert. Ein gesendetes Austauschgerät passte leider nicht. Man hofft jetzt auf die Unterstützung und Ideen aus dem Ort.

Unfallschwerpunkt entschärfen

Die Alt-Haarener Straße ist in Bereich zwischen der Kurve Friedenstraße und Haarener Gracht ein Unfallschwerpunkt für Fahrräder. Daher hat die Unfallkommission zwei Pläne erarbeitet, um die Straße für Radfahrer sicherer zu machen. Die Erhebung dafür fand im Jahre 2017 statt. Dort wurden an dieser Stelle 10.000 Fahrzeuge und 60 Radfahrer pro Tag gezählt. Bergab fahrende Räder sind mit dabei mit einem enormen Tempo unterwegs. Dabei kam es in dem Jahr zu einigen Unfällen, da Türen von parkenden Fahrzeugen im Moment des Vorbeifahrens geöffnet wurden.

Die Alt-Haarener Straße ist an der Stelle leider nicht sehr breit, um eine völlige Trennung zwischen Rad- und KFZ-Verkehr gewährleisten zu können, ohne die Bürgersteige zu schmälern. Daher wurden zwei Varianten erarbeitet, Version 1 mit einem Fahrradweg bergauf und mit einem Schutzstreifen bergab. Dabei würden 30 Parkplätze auf der Kirchenseite entfallen. Die 2. Version sieht Radwege auf beiden Seiten vor, dafür würden noch weitere Parkplätze und der Baumbestand beseitigt werden.

Bei der Ratssitzung am 3.02. wurde von CDU und SPD die erste Version empfohlen, die Grünen empfahlen die zweite Version. Die CDU brachte den Vorschlag ein, zu prüfen, ob eine Ableitung des Radverkehrs über die Germanusstraße möglich ist und forderte neue Parkplätze in unmittelbarer Umgebung zu schaffen.

Für die Umgestaltung der Straße steht für 2021 ein Budget von 230.000 € zur Verfügung.

Mach’ es wie die Niederländer: BLICK ÜBER DIE SCHULTER
Beim Aussteigen aus dem parkenden Fahrzeug wird empfohlen, die Tür mit der rechten Hand zu öffnen. Dadurch ist der Fahrer gezwungen seinen Körper zu drehen und so ggf. Fahrräder noch rechtzeitig wahrzunehmen.

Neuer Bezirksgarten entsteht

Bei der Bezirksratssitzung am 3. Februar wurde die Idee für einen neuen Bezirksgarten präsentiert.

Die Mauer ist weg

Hinter dem Bezirksamt ist in Platz, der bisher nicht wirklich genutzt wird. Dies soll sich ändern, denn in einem Gespräch des Bezirksamtsleiter Ron-Roger Breuer mit der Gemeinde Christus unser Bruder entstand die Idee für eine gemeinsame Entwicklung des angrenzenden Gartens der Gemeinde. Im letzen Jahr wurde durch den Abriss der Mauer Fakten geschaffen. Herr Breuer konnte den Partnerschaftsverein Aachen-Kapstadt für das Projekt begeistern. Diese wiederum stellten Kontakt zur RWTH statt, die eine erste Präsentation des zukünftigen gemeinsamen Bezirksgarten bei der Bezirksratssitzung präsentiert wurde.

Vorgesehen sind eine Obstwiese, Gemüsegärten und ein Ruhebereich und eventuell eine Bühne. Der Garten soll durch neue Wege mit dem gerade entstehenden Frauenhaus, dem Park und dem Bezirksamtsplatz als Scharnier dienen und den ganzen Bereich aufwerten.

Die RWTH Aachen wird nun mit Masterstudenten bis April weiter planen, bzw. einen Wettbewerb ausrufen. Bereits ab Mai soll es dann in die Umsetzung gehen, damit der Garten im August eröffnet werden kann.

Haarbach wieder sichtbar

Der Haarbach hat es an der Alt-Haarener-Straße in der Ortsmitte wieder ans Tageslicht geschafft. Bei Sanierungsarbeiten am Kanalsystem des Haarbachs in 2017 wurde er wieder sichtbar. An dieser Stelle hat die STAWAG den Bachlauf in einem ersten Stück wieder offengelegt.

 

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts ­ floss er offen durch die Alt-Haarener Straße und war prägendes Element der Ortsmitte. Er war das Herzstück und wichtige Antriebsfeder für Haarens Entwicklung. Der Haarbach diente allerdings auch, wie die meisten anderen Aachener Bäche, Gewerbe und beginnender Industrie als Hauptabwasserleitung. Starke Geruchsbelästigungen und hygienische Probleme waren die Folge. Mit Fertigstellung des neuen unterirdischen Kanalsystems verschwand der Haarbach im Untergrund. Heutzutage ist das Wasser des Haarbachs sauber und könnte wieder problemlos an der Oberfläche ­ fließen.

„Interessierte Bürgerinnen und Bürger wünschten sich immer wieder den Bach sichtbar zu machen. Dieser Wunsch wurde von der Haarener Bezirksvertretung aufgegriffen“, weiß Bezirksbürgermeister Daniel Hecker. An einer Stelle ist der Bach nun wieder sichtbar. Ein Hinweisschild weist auf diese Stelle hin und informiert Bürgerinnen und Bürger über den Haarbach und die weitere Planung.

„Im Rahmen eines sogenannten Werkstattverfahrens wurden verschiedene Konzepte zur Umgestaltung der Ortsmitte Haaren und einer möglichen Bachoffenlegung entwickelt, die als Grundlage für weitere Planungen dienen.

Hier auf der Infotafel wird eines der erarbeiteten Konzepte dargestellt“ erklärt Antje Wiese, Projektleiterin des Stadtteilmarketings Haaren.